Hybride Angriffe sind längst zu einem festen Bestandteil der europäischen Sicherheitsrealität geworden. Drohnenüberflüge über militärische Einrichtungen und kritische Infrastruktur, Sabotageakte, Cyberangriffe und gezielte Operationen gegen Unternehmen der Verteidigungsindustrie zeigen, wie zunehmend die Grenzen zwischen innerer und äußerer Sicherheit sowie zwischen Frieden und offenem Konflikt verschwimmen. Die Urheber solcher Angriffe bewegen sich bewusst unterhalb der Schwelle einer klassischen militärischen Auseinandersetzung und stellen Staaten damit vor die Herausforderung, Bedrohungen frühzeitig zu erkennen, Verantwortliche zu identifizieren und angemessen zu reagieren. Vor diesem Hintergrund lädt euch der Programmbereich Europäische Sicherheits- und Verteidigungspolitik herzlich zum nächsten Programmtreffen ein.
Unter dem Titel Hybride Angriffe in Europa – „Wir sind nicht im Krieg, aber auch nicht mehr im Frieden“ möchten wir gemeinsam mit euch diskutieren, wie sich die hybride Bedrohungslage in Europa entwickelt und welche Antworten Deutschland und seine europäischen Partner darauf finden müssen.
Sabotage und Drohnenüberflüge – Welche Ziele verfolgen staatliche und nichtstaatliche Akteure mit Sabotageakten, Drohnenüberflügen und anderen hybriden Operationen? Wie lassen sich Verantwortlichkeiten zweifelsfrei feststellen, und welche politischen oder sicherheitspolitischen Reaktionen sind unterhalb der Schwelle eines bewaffneten Angriffs möglich?
KRITIS und Verteidigungsindustrie als Ziele – Kritische Infrastruktur, Verkehrs- und Kommunikationsnetze sowie Unternehmen der europäischen Verteidigungsindustrie rücken zunehmend in den Fokus hybrider Aktivitäten. Wie verwundbar sind diese Strukturen, und wie können Staat und Wirtschaft ihre Resilienz gegenüber physischen und digitalen Angriffen erhöhen?
Zwischen Krieg und Frieden – Wo verläuft angesichts hybrider Angriffe heute die Grenze zwischen Frieden und Konflikt? Welche Instrumente stehen Deutschland, der EU und der NATO zur Abschreckung und Reaktion zur Verfügung, und ab welchem Punkt erfordern hybride Angriffe eine gemeinsame sicherheits- oder verteidigungspolitische Antwort?
Diese und weitere Fragen möchten wir mit euch im Rahmen der Veranstaltung diskutieren. Bitte meldet euch über das Formular auf dieser Seite an; kurz vor dem Termin senden wir euch unter der angegebenen E-Mail-Adresse den Zugangslink zu.
Wir freuen uns auf die Diskussion!
Eure Programmleitungen Jannik und Eva