Europäische Sicherheits- und Verteidigungspolitik
Wie sicher ist Europa? Kann und sollte Europa sich selbst verteidigen können? Ist eine einheitliche verteidigungspolitische Agenda möglich?
Lange nicht mehr hatte die Sicherheits- und Verteidigungspolitik so konkrete Auswirkungen auf unsere Lebenssituation wie derzeit. Mit der russischen Invasion der Ukraine und autoritären Bewegungen in der Türkei sind die Konflikte näher an Europa herangerückt. Dazu zeichnet sich ab, dass Europa “ein Stück weit” eigene Interessen glaubwürdig und selbstständig realisierbar machen muss, seitdem die transatlantischen Beziehungen und somit die NATO unter einem US-Präsidenten Trump leiden. Es gibt also eine ganze Reihe von Gründen, warum die EU verstärkt an ihrer sicherheits- und verteidigungspolitischen Agenda arbeiten muss.
In einer multipolaren Welt sind die Vorteile einer geeinten EU bei der Verfolgung sicherheits- und verteidigungspolitischer Ziele gegenüber nationalen Vorgehensweißen eigentlich offensichtlich. Dem gegenüber steht jedoch die Diversität der Interessen der einzelnen Mitgliedstaaten.
Wir wollen diese Gemengelage durchleuchten und Inhalte und Formen einer künftigen europäischen Verteidigungsunion und multilateraler Kooperation erarbeiten. Dazu entwickeln wir Szenarien, richten Workshops aus, verfassen Papiere und bringen junge Interessierte mit etablierten Institutionen wie z.B. dem Auswärtigen Amt, dem Bundesministerium der Verteidigung, der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) und Mitgliedern des Bundestages zusammen.
Wie immer bei Polis180 werden die Themenschwerpunkte der Arbeit dabei von den Mitgliedern unseres Projekts gelegt. Wenn auch du dich mit deinen Ideen zum Thema einbringen möchtest, komm einfach zu einem der regelmäßigen Treffen und lerne weitere engagierte Menschen kennen.