Jahresthema 2026:

Grassroots-Perspektiven auf Sicherheit

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Die sicherheitspolitische Landschaft in Deutschland und Europa verändert sich strukturell und dauerhaft. Aufmerksamkeit und Ressourceneinsatz konzentrieren sich dabei stark auf die militärische Dimension. Noch immer werden komplexe Herausforderungen mit überholten Ansätzen beantwortet – etwa indem gesellschaftliche Beteiligung an Verteidigung weiterhin primär über den Wehrdienst junger Männer gedacht wird, in Budgetdebatten Verteidigungs- gegen Sozialpolitik ausgespielt wird oder ehrenamtliches Engagement kaum als Beitrag zu Resilienz anerkannt wird. Es fehlen nicht nur neue Denkansätze und innovative Lösungen, sondern auch vielfältige Perspektiven.

Dabei ist die Sicherheit offener, demokratischer Gesellschaften immer multidimensional. Effektive und gerechte Sicherheitspolitik muss nicht nur verschiedene Bedrohungen berücksichtigen – von militärischen Bedrohungen bis hin zur Destabilisierung von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit -, sondern dabei auch verschiedene gesellschaftliche Perspektiven einbeziehen und politisch unterrepräsentierte Gruppen, wie junge Menschen, nachhaltig und auf verschiedenen Ebenen einbinden.

Genau hier kann unser Grassroots-Ansatz einen wichtigen Beitrag leisten: Er schafft Raum für vielfältige Perspektiven, baut Brücken in Zeiten von Polarisierung und setzt aus der Gesellschaft heraus Impulse für die Politik. So entstehen innovative Ideen, die angesichts der aktuellen Umbrüche dringend gebraucht werden.

Aktivitäten

Eine Auswahl an Projekten, Veranstaltungen und Veröffentlichungen zu unserem Jahresthema – weitere folgen!

Generation Z(eitenwende) – Wie blicken junge Menschen in Deutschland auf Außenpolitik?

Wir explorieren die Perspektiven und Einstellungen junger Menschen zur deutschen Außen- und Europapolitik. Fokusgruppen mit jungen Menschen aus unterschiedlichen Regionen Deutschlands ermöglichen ein tieferes Verständnis dafür, wie junge Menschen Außenpolitik erleben, deuten und mitgestalten wollen. In ko-kreativen Policy Labs analysieren junge Teilnehmende gemeinsam mit Expert*innen die Ergebnisse der Fokusgruppen, entwickeln darauf basierende Impulse und Handlungsempfehlungen für die deutsche Außen- und Europapolitik und diskutieren diese direkt mit Entscheidungsträger*innen.

Zeitenwende zeitgemäß? Perspektiven für eine inklusive Gesamtverteidigung

Deutschland formuliert zwar den Anspruch einer gesamtgesellschaftlichen Verteidigung, doch zwischen staatlichen Maßnahmen und ihrer tatsächlichen Wirkung in der Bevölkerung klafft eine erhebliche Lücke. Eine vielfältige, demokratische und selbstbewusste Zivilgesellschaft lässt sich jedoch nicht mit Top-down-Logiken, paternalistischen Beteiligungsprozessen oder einseitigen Erwartungshaltungen aus einer vergangenen Zeit gewinnen. Bei dieser Veranstaltung im Rahmen der 26. Außenpolitischen Jahrestagung der Heinrich-Böll-Stiftung haben wir Möglichkeiten diskutiert, Gesamtverteidigung inklusiver zu gestalten.

Kontakt

Etienne 2

Etienne Höra
Ansprechperson im Vorstand

etienne.hoera@polis180.org

Lena

Lena Wittenfeld
Ansprechperson im Vorstand

lena.wittenfeld@polis180.org