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Mapping Corona – Die Pandemie und ihre Konsequenzen von Osteuropa bis zum Kaukasus

Das Coronavirus verändert nicht nur das Alltagsleben der Menschen weltweit, sondern ist auch ein rasanter Beschleuniger politischer Dynamiken. Ein paar dieser Entwicklungen aus unserer Programmregion stellen wir hier vor. Wie die Situation vor Ort, ist auch diese Recherche dynamisch – es kommen also laufend neue Berichte und Updates hinzu!

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Mai 2020 – fast alle Länder der Welt sind vom neuartigen Coronavirus Covid-19 betroffen. Auch in den Ländern östlich von Deutschland, die im Programmbereich Perspektive Ost behandelt werden, hat das Virus teils dramatische Konsequenzen. Gemeinsam haben die vorgestellten Länder, dass sie in etwa zur gleichen Zeit mit Deutschland ähnliche, oft sogar strengere, Eindämmungsmaßnahmen einführten. Zu diesem Zeitpunkt waren die Fallzahlen in der Regel auf einem wesentlich geringeren Niveau als in Westeuropa – gleiches gilt aber zumeist ebenso für die Kapazitäten der Gesundheitssysteme der einzelnen Länder.

Die folgenden Beobachtungen zielen weniger darauf ab, das Krisenmanagement in Bezug auf die gesundheitliche Lage zu beurteilen. Die Infektionszahlen möglichst gering zu halten ist – jedenfalls in den meisten Ländern – das erklärte politische Ziel. Die Maßnahmen und Entscheidungen, die im Rahmen dieser Corona-Bekämpfung, getroffen werden, verändern allerdings die politischen Gegebenheiten stark. Wie nachhaltig diese Wirkungen sind, ist zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht abzusehen.

Unser Schwerpunkt liegt auf den politischen Entwicklungen außerhalb der typischen Gesundheitspolitik und den Reaktionen der Zivilbevölkerung. So können strenge Strafen bei Verbreitung von „Fake News“ über Corona dazu dienen, legitime Kritik zu zensieren. Den Einschränkungen im Versammlungsrecht begegnen viele Gruppen mit neuen, kreativen Protestformen. Bemerkenswert ist auch der Zusammenhalt unter den Menschen, die sich, unabhängig von staatlicher Hilfe, gegenseitig unterstützen

Nicht zuletzt hat auch die Rolle der EU eine besondere Relevanz in der Pandemie. Eine gemeinsame Linie der Mitgliedstaaten konnte nicht gefunden werden, viele Verhandlungen laufen aber weiter über die verschiedenen Institutionen. Die Staaten des Westbalkans und der Östlichen Partnerschaft erhalten großflächige finanzielle Unterstützung, bleiben darin aber geopolitisches Spielbrett zwischen den rivalisierenden Großmächten, die in der Region um Einfluss buhlen. Als multilaterales Bündnis steht die Union in dieser Krise, die unbedingte Abschottung erfordert, vor einer der größten Herausforderungen ihrer Geschichte

Die Auswahl der Länder erfolgt subjektiv und schöpft sich aus den Kapazitäten und Erfahrungen unserer Mitglieder. Die hier wiedergegebene Einschätzungen spiegeln nicht die Meinung von Polis180 als Organisation wider.

Team

Julian Brummer
Ricarda Lindau

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