MigraTon

9. Folge: Frauen auf der Flucht – Angekommen in Deutschland. Raus aus dem Gewaltkontinuum?

 

Unsere Episode über geschlechtsspezifische Gewalt wurde vor dem Hintergrund der gewaltsam niedergeschlagenen Proteste im Iran nach dem Tod von Mahsa Amini aufgenommen. Wir widmen diese Episode allen Frauen, die weltweit Gewalt ausgesetzt sind und für ihre Rechte kämpfen müssen.

Hier ist es ausreichend, Frau zu sein. Mit diesen Worten leitet Robina, die aus Afghanistan geflohen ist, unsere neue Folge ein, die dem Schutz von geflüchteten Frauen vor geschlechtsspezifischer Gewalt in Deutschland gewidmet ist und auf unsere Folge 8 zum Diskretionsgebot an LSBTI-Personen folgt. In dieser neuen Folge möchten wir uns auf die Istanbul-Konvention und deren Umsetzung in Deutschland konzentrieren. Die Istanbul-Konvention soll europaweit einen Rahmen für die Prävention und Bewältigung sexueller und geschlechtsspezifischer Gewalt bieten. Inwieweit wurde sie in Deutschland umgesetzt? Bekommen die Frauen nach ihrer Ankunft den angemessenen Schutz, wie in der Istanbul-Konvention definiert?

Wir danken dem Flüchtlingsrat Bayern und dem BAMF für ihre Teilnahme an dieser Episode als Gesprächspartner:innen sowie dem Poetry Project, dessen Initiative Ihr im Folgenden näher kennenlernen könnt. 

Das Interview mit Simone Eiler (Flüchtlingsrat Bayern) fand am 23. Mai 2022 statt. Die Stellungnahme des BAMF erhielten wir am 15. Juli 2022. Die Aufnahme dieser Folge entstand am 26. September 2022. 

E-Mail: migraton@polis180.org  

 

Gesprächspartner:innen

  • Simon Eiler, Bayerischer Flüchtlingsrat
  • Andrea Schätzl-Laxgang, Entscheiderin in der Außenstelle Augsburg des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge und Sonderbeauftragte für Opfer geschlechtsspezifischer Verfolgung, unbegleitete minderjährige Geflüchtete und Opfer von Menschenhandel
  • René Böcker, Gruppenleiter in der Abteilung Asylverfahren im Bundesamt für Migration und Flüchtlinge.

 

Autorinnen der Gedichte 

Robina Karimi, Poetry Project

Rojin Namer, Poetry Project

 

Abkürzungen: 

SGBV: Sexual- and Gender-Based Violence (dt. geschlechtsspezifische Gewalt) 

FGM_C: female genital mutilation and cutting (dt. weibliche Genitalverstümmelung_Beschneidung) 

 

Weiterführende Links und Informationen: 

Zum Poetry Project:

Das „Poetry Project“ wurde 2015 von SPIEGEL-Auslandskorrespondentin Susanne Koelbl und Anwalt Aarash Spanta gestartet und thematisierte Flucht- und Ankunftsgeschichten der 2015-2016 Fluchtbewegung aus dem Mittleren Osten. Im Rahmen eines neuen Dialogprojektes – GESCHICHTEN DER DEUTSCHEN VON MORGEN – Zeitzeugen der Zukunft -, werden  Konflikte und Potenziale der deutschen Einwanderungsgesellschaft thematisiert. Rund 20 junge Geflüchtete in und um Berlin aus unterschiedlichen Kriegs- und Krisengebieten — in Syrien, Afghanistan, Eritrea, und zuletzt der Ukraine — werden befähigt, in Schreibworkshops ihre Geschichte in Gedichtform aufzuschreiben und diese selbst vor Publikum zu präsentieren. Relevante Lebens- und Konfliktthemen werden dadurch greifbar gemacht. 

Aktuell wird Unterstützung in verschiedenen Formen gesucht. 

  • Förderpartner und Sponsoren, um das Projekt verwirklichen zu können. 
  • Jugendliche und junge Erwachsene mit Fluchterfahrung, die Interesse am Mitschreiben haben.
  • Und Orte mit großem Publikum, wo Lesungen stattfinden können — Schulen, Berufsschulen, Unterkünfte und kulturelle Veranstaltungsorte.

Um das Poetry Project zu kontaktieren, könnt Ihr an zentrale@thepoetryproject.de schreiben und/oder ihre Website besuchen: ThePoetryProject.de/.

 

Quellen:

 

Credits

Moderation: Franz Classe

Redaktion und Recherchearbeit: Franz Classe, Julie Courbon, Marie Klein, Trina Kohestani

Produktion: Franz Classe

Musik: Carsten Spandau

Coverbild: Lena Barth, Instagram: https://www.instagram.com/collectionmarlena/

 

MigraTon-Team

Carsten Spandau, Franz Classe, Julie Courbon, Malte Götte, Marie Klein, Stella Bartholomaeus, Trina Kohestani, Zina Weisner

E-Mail: migraton@polis180.org

 

Disclaimer

Dieser Polis180-Podcast gibt ausschließlich die Meinung der AutorInnen wieder. Die Verantwortung für den Inhalt liegt bei den AutorInnen.

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