A Soul for Europe

Cultural Governance für die Zukunft

„Die Zukunft, die wir wollen, muss erfunden werden. Sonst bekommen wir eine, die wir nicht wollen“.

Joseph Beuys

Am 12. und 13. April 2019, sechs Wochen vor den entscheidenden Europawahlen 2019 lud die Initiative „A Soul for Europe“ gemeinsam mit der Akademie der Künste und weiteren Partnern – darunter Polis180 – europäische Spitzenpolitiker*innen und Künstler*innen ein, um das Potential von Kunst und Kultur für das europäische Projekt zu diskutieren, Allianzen zu schmieden und die Zivilgesellschaft hinsichtlich ihrer Verantwortung für die Entwicklung Europas zu aktivieren. Denn die Bürgerinnen und Bürger Europas bilden die Basis, und ihre Wahl wird darüber entscheiden, wie mit unserem kulturellen Erbe und unserer gemeinsamen Zukunft umgegangen wird.

 

Auf dieser „European Citizens‘ Convention“ debattierten wir über ein neues Verständnis von europäischer Kulturpolitik, über die Bedeutung des Kulturellen für die Entwicklung Europas und über eine stärkere Einbindung zivilgesellschaftlicher Erfahrungen in den politischen Prozess.  Polis180 organisierte dazu zwei partizipative Workshops: zur Afropean Identity und wie sie in der Kunst Ausdruck findet einerseits, und zu Cultural Policy from Below, um Prioritäten und Forderungen an eine europäische Kulturpolitik zu identifizieren. Mit unserer Teilnahme an „A Soul for Europe“ haben wir mit unseren Partnern die öffentliche Debatte über Europa und die EU gestärkt und neue, kulturpolitische Themen angeregt.
Einen Rückblick der Konferenz A Soul for Europe 2019 findet ihr hier.

Bilder: C. Seesaw für A Soul for Europe

Unser Podcast

Bei A Soul for Europe haben wir für Euch Ideen und Eindrücke gesammelt: ihr wart nicht dabei? Hört rein in unseren Podcast Ways to Europe!

WORKSHOPS

Cultural Policy from below - a bottom-up process for european cultural governance

Claire Saillour & Asta Dumbrauskaite, Polis180

In einem partizipativen Prozess in mehreren Workshops hat Polis180 in den letzten Monaten eine Diskussion zur Zukunft der europäischen Cultural Governance angeleitet. Auf der Konferenz A Soul for Europe am 13. April 2019 wurde die Diskussion fortgeführt anhand der kollaborativ erarbeiteten Vorschläge.

Zu Gast bei unserem Workshop:

MEP ret. Dr. HANNES SWOBODA
CARL GROUWET, Spitzenkandidat der FDP – Berlin
SVEN SKORIC, Goethe-Institut Brüssel

Kurz vor der Europawahl 2019 und dem Abschluss des Programms “Kreatives Europa” 2014-2020 haben wir die Frage gestellt, welche Form von Cultural Governance wir in Europa wollen. Auf EU-Ebene wird Kultur vorrangig als Instrument der Wachstumsstrategie der EU aufgefasst. Kultur wird demnach weniger zur Förderung eines europäischen “common ground” oder zur Stärkung der Künste als autonome Sphäre europäischer Gesellschaften. Gleichzeitig werden die Handlungsfelder der EU im Kulturbereich größer (von Urheberrechtsfragen bis hin zum Schutz kultureller Vielfalt), sodass Kulturpolitik mittlerweile in jedem europäischen Wahlprogramm thematisiert wird.

Welche Cultural Governance brauchen und wollen wir in Europa, damit Europa auch kulturell gedeiht? Wir haben Künstler*innen und Interessierten die Möglichkeit gegeben, ihre Meinung zu äußern und gemeinsam neue Positionen zu erarbeiten zu drei Dimensionen der Kulturpolitik: Kunstförderung, Governance Strukturen und kulturelle Bildung.

Bei der Konferenz „A Soul for Europe“ am 13. April wurden unsere partizipativ erarbeiteten Vorschläge mit unseren Gästen intensiv diskutiert.

Beyond „the others“ At home in Black Europe

Corinna Sahl und Marie Rosenkranz, Polis180

Was bedeutet es, Europäisch zu sein oder in Europa zu Hause zu sein? Wie kann Europa als europäische Gemeinschaft definiert werden, die offen gegenüber Andersartigkeit ist, statt sich davon abzuwenden?

Im Workshop diskutierten Polis180 diese Fragen mit Johny Pitts, Fotograf und Gründer von Afropean, eine Londoner Initiative, die den Anspruch hat, die schwarze Community innerhalb Europas miteinander zu verbinden sowie Antje Scharenberg, Wissenschafterin and der Goldsmiths University und Aktivistin für europäische Alternativen.
Der Workshop erkundete Ideen von Europa, die auf alternative transnationale Subjektive aufbauen sowie Gemeinschaften, die unter dem Radar der allgemeinen öffentlichen Diskurse stehen. Neben der Diskussion zeigten Johny und Antje Teile ihre Arbeiten, die von Fotografie, Literatur, Aktivismus bis zur Wissenschaft reichen.

Zusätzlich stellte die Künstlerin Moshtari Hilal im Rahmen des Workshops ein fragmentiertes Selbstporträt aus, dass sie als Projektionsfläche mit dem bespielt, was sie an Europa beschäftigt: (Neo)Kolonialismus, Demokratie, Wohlstand und Migration.

Meet Johny Pitts

Erster Workshop

Am 16. Februar hat unsere Arbeit mit einem Einstiegsworkshop begonnen, indem wir uns mit den Themen Europäische Identität und Kunstförderung beschäftigt haben.
Den Ergebnisbericht findest Du hier:

Zweiter Workshop

Am 13. März trafen wir uns wieder, um über Cultural Governance in Europa auszutauschen und weiter an unseren Ideen zu feilen. Die Veranstaltung fand im Rahmen des F(EU)ture Festivals statt und wurde gemeinsam mit dem European Democracy Lab und dem Institute for Cultural Governance ausgerichtet.

Die Ergebnisse dieses Workshops befinden sich hier – und natürlich auf unsere Online Plattform Policy Kitchen

Mach mit!

Ob in Berlin oder nicht, macht mit und teilt uns Eure Forderungen für die Zukunft der europäischen Kulturpolitik mit!
Auf der kollaborativen Online-Plattform Policy Kitchen habt Ihr auch nach der Konferenz die Möglichkeit, Euch mit Euren Ideen einzubringen!

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