PROGRAMM KULTURPOLITIK

Was bewirkt Kulturarbeit in internationalen Beziehungen? Was heißt überhaupt „Wirkung“ in Kulturbeziehungen? Und wie können Künstler*innen in internationalen Kulturbeziehungen „Agents of Change“ sein?

Das im Sommer 2019 gegründete Programm Kulturpolitik bei Polis180 befasst sich mit den grenzübergreifenden Wechselwirkungen zwischen Kultur und Politik und beleuchtet Kultur als einen von unterschiedlichsten politischen Kräften umkämpften Bereich. 

Kultur in der internationalen Politik umfasst neben der Außenkulturpolitik – z. B. der deutschen und europäischen Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik – auch die Rolle von Kultur und Kulturakteur*innen in außen- und europapolitischen Debatten. Hierzu gehören Aspekte wie der transnationale künstlerische Aktivismus, Dekolonialisierungsprozesse in der Kulturarbeit, Entwürfe zu einer postnationalen Kulturpolitik und die Rolle von Künstler*innen in Transformationsprozessen.

Bei unseren Recherchen und Projekten fließt die praktische Kulturarbeit in Form von künstlerischen Austausch- und Vermittlungsformaten ein. Gemeinsam wollen wir Diskussionen an der Schnittstelle von Kulturarbeit und politischer Arbeit anregen und überparteilich und konstruktiv nach Wegen suchen, wie die Kulturpolitik im internationalen Kontext neue Freiräume eröffnen kann.

DEINE ANSPRECHPARTNERINNEN

Du möchtest dich im Programmbereich engagieren? Melde dich bei uns, wir freuen uns über neue Gesichter und Ideen!

Claire Saillour

E-Mail:
claire.saillour@polis180.org

Bettina Böhm

E-Mail:
bettina.boehm@polis180.org

UNSERE AKTUELLEN PROJEKTE & TREFFEN

Aktuell startet unser partizipatives Projekt “Zukunftskultur 2021 – the Future of the Culture”, für das wir immer gern Mitstreitende und Engagierte suchen. Möchtest Du Kulturpolitik nach Corona weiterdenken und Teil einer europaweiten Debatte sein? Dann schau Dir unsere Projektseite an und melde Dich jederzeit bei uns.

Unser nächstes öffentliches Programmtreffen findet am Donnertag, den 19.08. statt. Unsere monatlichen Programmtreffen sind öffentlich und wir freuen uns immer über neue Gesichter! Neben neuen Projekten heißen wir engagierte Personen willkommen, die unsere laufenden Projekte mitgestalten wollen,  organisatorisch, programmatisch oder künstlerisch beitragen wollen – oder einfach Lust haben, Kulturpolitik international zu diskutieren!
Unsere Veranstaltungen findest Du auf der Veranstaltungsseite von Polis180.

 

Future Cities
Local Scenarios for a Europe of Tomorrow

© SETanztheater

How do we want to live in the future? People will answer this question very differently depending on their life situation, country, and age. But opportunities for exchange are rare. The “Future Cities” project aims to initiate a dialogue across Europe that encourages the general public to think about the future and to explore their own visions. For this purpose, two citizen theatre groups from Nuremberg (Germany) and Bagnolet (France) will each develop a performative city tour for the year 2030, with local scenarios and European visions.

Become part of this creative venture!

Am 18. Februar diskutierten wir mit Kzrysztof Jurek, Direktor des British Council’s EU Office in Brüssel, über die Zukunft der Kooperation in internationalen Kulturbeziehungen zwischen dem British Council, der EU und den europäischen Kulturinstituten nach dem Brexit. In den letzten Jahren war das British Council ein essentieller Partner in der Architektur der Strategie für Kultur in Internationalen Beziehungen der Europäischen Union. Noch länger verstand sich das British Council als Partner des Goethe-Instituts, des Institut français, des Instituto Cervantes, u.V.m.
Welche Optionen stehen nun zur Verfügung, nach dem Ende der institutionellen Beziehungen, wie wir sie kannten?

Krzysztof Jurek und Polis180-Mitglieder hatten einen regen Austausch und legten Zusammenarbeitsoptionen nahe. Ein Meinungspapier wird zeitnah im Polis-Blog veröffentlicht. Das Thema werden wir in den kommenden Monaten weiterhin aktiv verfolgen.

Ein Essay von Ana-Marija Cvitic, Polis-Blog (Dezember 2020)

In ihrem Essay, veröffentlicht anlässlich der deutschen Ratspräsidentschaft, plädiert unser Mitglied Ana-Marija für eine Erweiterung und Stärkung des Programms Creative Europe.
“Eine zukunftsgerichtete, strategische Kulturpolitik der Europäischen Union ist also der Startpunkt, um globalen Herausforderungen zu begegnen, Unternehmer*innen und Zivilgesellschaft zu vernetzen, Wissen zu erlangen, und interkulturellen Dialog und Zusammenarbeit zu schaffen. Denn eine starke Kunst- und Kulturlandschaft ist nicht das Ergebnis einer ökonomischen und sozialen Wiederbelebung in Europa, sie ist ihre Bedingung!”

Lange Nacht der Ideen 2020 – Kulturdialog zwischen Afrika und Europa: Narrative zu Kunst und Innovation (Juni 2020)

Unser Programm war bei der diesjährigen 5. Langen Nacht der Ideen des Auswärtigen Amts mit einem Filmscreening und anschließenden Diskussion dabei: Am 19. Juni diskutierten wir mit internationalen Gästen aus Kunst und sozialem Unternehmertum im über den Kulturdialog zwischen Afrika und Europa und die Rolle, die die ihm zugrunde liegende Narrative dabei spielen.
Ein Rückblick der Veranstaltung findet ihr hier.

Dabei disktutierten wir mit:

Sénamé Kofi Agbodjinou, Architekt und Anthropologe,

Darlyne Komukama, Künstlerin und DJ, und

Girish Shambu, Filmkritiker und Blogger.

Polis kocht! Migration und Erinnerungskulturen (November 2019)

An wen und was wir uns wie erinnern, formt unsere Gesellschaft. Erinnerungspolitik ist die Politik der Gesellschaft, die wir in Zukunft gestalten wollen. Welche Diskurse werden darin aufgenommen und wie vermitteln wir diese in einer vielfältigen Gesellschaft?
Bei “Polis kocht! – Außen- und Europapolitik geht durch den Magen” zu Migration und Erinnerungskulturen am 19. November haben wir im Kulturraum Bi’Bak im Wedding mit Fritz Felgentreu (MdB, Neukölln) viele Dimensionen dieses Themas bei armenischen Teigtaschen und Tabbouleh sowie Minestrone besprochen. Von den blinden Flecken der deutschen Erinnerungskultur hin zu Vermittlungsformaten im 21. Jahrhundert: Zuerst wurde heiß gekocht – und danach bei Tisch hitzig diskutiert!

Diese Veranstaltung bildete den Auftakt einer intensiven Auseinandersetzung mit diesem Thema im Programmbereich Kulturpolitik von Polis180. Hast Du Lust, Dich mit uns mit diesem Thema zu beschäftigen? Wir freuen und auf Dich und auf Deine Anregungen!

Podcast WAYS TO EUROPE

Unter dem Titel Ways to Europe haben wir im Rahmen der Konferenz  A Soul for Europe im April 2019 Stimmen von EU Kulturschaffenden, Künstler*innen und Politiker*innen gesammelt. Unter anderem mit Mitschnitten von der Konferenz reflektiert der Podcast über die drängendsten (Kultur-)politischen Themen Europas und zeigt Lösungsansätze auf, welche die Zusammenarbeit von Kunst, Kultur und Politik auf EU Ebene erfordern und stärken.

Danke an Corinna Sahl, die den Podcast konzipiert und realisiert hat.
Bild: Javier Allegue Barros on Unsplash.

A Soul for Europe
Jung, partizipativ: Polis180 hat Europa aktiviert! (April 2019)

Auf der Konferenz A Soul for Europe im April 2019 debattierten wir auf Einladung der Stiftung Zukunft Berlin über ein neues Verständnis von europäischer Kulturpolitik, über die Bedeutung des Kulturellen für die Entwicklung Europas und über eine stärkere Einbindung zivilgesellschaftlicher Erfahrungen in den politischen Prozess.  Polis180 organisierte dazu mit der Unterstützung der Allianz Kulturstiftung zwei partizipative Workshops: zur Afropean Identity und wie sie in der Kunst Ausdruck findet einerseits und zu Cultural Policy from Below, um Prioritäten und Forderungen an eine europäische Kulturpolitik zu identifizieren. Mit unserer Teilnahme an „A Soul for Europe“ haben wir mit unseren Partnern die öffentliche Debatte über Europa und die EU gestärkt und die Bedeutung neuer, kulturpolitischer Themen betont.
Bilder: C. Seesaw für A Soul for Europe

Als Abschluss eines mehrmonatigen partizipativen Prozess Cultural Policy from Below haben wir die Frage gestellt, welche Cultural Governance wir in Europa wollen. Welche Cultural Governance brauchen und wollen wir, damit Europa auch kulturell gedeiht? Kurz vor dem Abschluss des Programms Kreatives Europa 2014-2020 und vor der Europawahl 2019 haben wir Künstler*innen und Interessierten die Möglichkeit gegeben, ihre Meinung zu äußern und gemeinsam neue Positionen zu erarbeiten zu drei Dimensionen der Kulturpolitik: Kunstförderung, Governance Strukturen und kulturelle Bildung. Anschließend haben wir mit drei Experten und Politikern über unsere Vorschläge und Anregungen diskutiert: Sven Skoric (Goethe-Institut Brüssel), former MEP Hannes Swoboda und Carl Grouwet (Kandidat für die EU-Wahlen in Berlin, FDP).

Im Workshop At home in Black Europe haben wir andere relevante Fragen unserer Zeit gestellt: Was bedeutet es, europäisch zu sein oder in Europa zu Hause zu sein? Wie kann Europa als europäische Gemeinschaft definiert werden, die offen gegenüber Andersartigkeit ist, statt sich davon abzuwenden?

Im Workshop diskutierten Polis180 diese Fragen mit Johny Pitts, Fotograf und Gründer von Afropean, eine Londoner Initiative, die den Anspruch hat, die schwarze Community innerhalb Europas miteinander zu verbinden, sowie mit Antje Scharenberg, Wissenschafterin an der Goldsmiths University und Aktivistin für europäische Alternativen.

© 2015-2018 Polis180 e.V. | Grassroots-Thinktank für Außen- und Europapolitik

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Du hast weitere Fragen zu Polis180 oder möchtest Dich bei uns engagieren? Dann kannst Du uns hier kontaktieren!

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