ProgrammMigration

Selten wurde in Politik, Medien und Gesellschaft so viel über Migration, Asyl und Integration gesprochen und gestritten wie in den vergangenen Monaten. Dabei geht es beispielsweise um die Fragen, wie man Migrationsströme regulieren, Fluchtursachen bekämpfen und zwischen sogenannten „Wirtschaftsmigranten“ und „Schutzbedürftigen“ unterscheiden kann. Doch oftmals werden diese politischen Debatten emotional und ungeachtet wissenschaftlicher Erkenntnisse geführt. Der Anspruch des Programms Migration ist es, mit Hilfe wissenschaftlich fundierter Analyse und innovativen Politikempfehlungen, Mythen zu entlarven, festgefahrene Diskurse aufzubrechen und neue Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Wir als junge ExpertInnen wollen als Bindeglied zwischen Wissenschaft und Politik, zwischen Theorie und Praxis einerseits eine Übersetzungsleistung erbringen und andererseits durch unsere Sichtweisen die Debatte bereichern.

PUBLIKATION: POLIS-BRIEF #1

“Kompetent integriert. Feststellung von Kompetenzen Geflüchteter in Deutschland und der Europäischen Union”

Bereits im vergangenen Jahr setzte sich unsere Projektgruppe Arbeitsmarktintegration mit VertreterInnen aus Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft zusammen um alternative Wege für die Anerkennung von Qualifikationen bei Geflüchteten zu diskutieren. Im Zentrum des Austauschs standen die Möglichkeiten, die Kompetenzfeststellungsverfahren für die Arbeitsmärkte in Deutschland und der EU bieten können. Die Ergebnisse dieses Austauschs wurden von unserer Projektgruppe nun im Rahmen des Polis Briefs weiter bearbeitet und zu klaren Handlungsempfehlungen geformt:

Kompetent Integriert. Feststellung von Kompetenzen Geflüchteter in Deutschland und der Europäischen Union.“

Klare Systematisierung der Verfahren bei zentraler Datenauswertung, Berücksichtigung der Belange von ArbeitgeberInnnen und das Eingehen auf die Bedürfnisse der Geflüchteten sind als zentrale Forderungen entstanden. Wir sind überzeugt, dass einheitliche Verfahren, die bei der Nutzung vorhandener Potentiale von Geflüchteten ansetzen, EU-weit Weichen stellen können für eine effizientere und nachhaltigere Arbeitsmarktintegration Geflüchteter. Den Polis-Brief kann man hier nachlesen.

AutorInnen: Lisa Crinon, Anne-Marie Cortas, Adrian Sonder und Lea-Maria Warlich

NÄCHSTE ÖFFENTLICHE VERANSTALTUNGEN

VERGANGENE VERANSTALTUNGEN

Programm Migration Beer & Brainstorm

06. April 2017

Photo Editor https://www.tuxpi.com

Um das Jahr 2017 gemeinsam zu beginnen, traf sich der Programmbereich Migration zu einer offenen “Beer & Brainstorm” Veranstaltung im Cafe Royal in Friedrichshain. Ziel war es möglichst viele kreative Köpfe an einen Tisch zu bekommen und an neuen Ideen zu arbeiten.

Denn das Thema Migration ist im Jahr 2017 so aktuell wie nie zuvor. Nachdem vor zwei Jahren so viele Menschen in die EU kamen, wie lange nicht zuvor, ist vieles passiert. Es wurde über Kontingente und Integration debattiert, aber was sagt unsere Generation dazu? Beim Beer & Brainstorm wurde diskutiert, inwiefern Migration eine Stellvertreterdebatte ist: Man regt sich über Migrant*innen auf, die Jobs wegnehmen – und kritisiert in Wahrheit die Politik, die es nicht schafft, genug Arbeitsplätze zu schaffen. Man führt die Migrationsdebatte und meint aber damit Konflikte mit Identität, Zugangschancen zu Bildung, Wohlfahrt etc. Eine neue Projektgruppe ist entstanden, mit dem Ziel diese Debatte weiterzuverfolgen.

Außerdem haben wir uns kritisch hinterfragt: Was fehlt dem Programm, um auch attraktiv für diejenigen zu sein, über die ständig geredet wird: Die Geflüchteten selbst. Wie können wir Räume für deren Partizipation schaffen? Wie bekommen wir eine heterogenere Gruppe von Menschen an den Tisch?

Vielleicht hat diese Veranstaltung mehr Fragen aufgeworfen, als beantwortet. Aber Polis hat das Potenzial sie zu beantworten. Vielen Dank für das zahlreiche Erscheinen!

Haltet Augen und Ohren offen für die nächsten Veranstaltungen!

Polis Talk with László Andor | The UK and freedom of movement 

24. November 2015

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Together with Laszlo Andor, former EU Commissioner for Employment, Social Security and Inclusion and currently Senior Fellow at the Hertie School of Governance, a small group of Polis members discussed David Cameron’s latest propositions on labour migration and the related question of the so-called “Brexit”.

Are the UK’s demand compatible with the treaties? Why has empirical evidence on labour migration only limited impact on the debate?  To which extent is the debate in the UK different from similar ones in Germany or France? Besides answering these and other questions, László Andor emphasized the EU’s current and future efforts in the field of enhancing labour migration.

Zukunftswerksatt – Brainstorming und Themenfindung

2. Juli 2015

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Das erste Treffen des Migrationsprogramms nach unserer offiziellen Gründung wurde über einschlägige Emailverteiler angekündigt, um neue Mitglieder für das Programm zu gewinnen. Um auch neuen Mitgliedern und Interessierten die Möglichkeit zu geben, eigene Ideen und Themenschwerpunkte mit einzubringen, gemeinsam zu diskutieren und nach Lösungsansätzen zu suchen, wurde noch einmal in Form von Zukunftswerkstätten gebrainstormt.

The International Organisation for Migration

16. Mai 2015

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Drei unserer Mitglieder haben im Rahmen von Praktika IOM von innen kennengelernt und dabei zwar unterschiedliche und doch ähnliche Erfahrungen gemacht.

Die EU-Außengrenzen und das Asylsystem

7. Mai 2015 | Gast: Carsten Gericke, ECCHR

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Das Thema Flucht und Migration ist eins der zentralen Themenfelder des ECCHR. Insbesondere im Hinblick auf die Praxis an der spanisch-marokkanischen EU-Außengrenze, bei der durch sogenannte Push-Backs elementare Menschen- und Flüchtlingsrechte außer Kraft gesetzt werden, sucht der ECCHR nach Möglichkeiten der rechtlichen Intervention. Carsten Gericke verschaffte uns zunächst in Form eines spannenden Input-Vortrags einen Überblick über den rechtlichen Rahmen und die aktuellen Zustände an den Grenzen. Im Anschluss haben wir im Format eines Weltcafés verschiede Aspekte der Thematik in drei Runden diskutiert: Ausgehend von der Kritik, sollten im Anschluss erst utopische und in einem dritten Schritt realpolitische Lösungen gefunden werden.

Zukunftswerkstatt – Brainstorming und Themenfindung

12. März 2015

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Bei unserem ersten Brainstormingtreffen haben wir über die aktuellen politischen, medialen und wissenschaftlichen Debatten rund um Migration und Asyl diskutiert. In Form einer Zukunftswerkstatt wurden zunächst Schieflagen identifiziert, für die in der anschließenden ‚Utopie-Phase’ kreative Lösungen gefunden werden sollten. Dabei entstand u.a. die Idee, bekannte You-Tube Stars für unsere Ideen zu gewinnen oder einen Bestseller zu publizieren, der mit allen Mythen im Bereich Migration und Asyl aufräumt.

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19. Februar 2015 | Gast: Meike Riebau, Refugee Law Clinic

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Was haben Fluggesellschaften mit dem europäischen Asylsystem zu tun? Oder: Warum überqueren Flüchtlinge auf maroden Schlepperbooten das Mittelmeer statt bequem ins Flugzeug zu steigen? Weil Fluggesellschaften niemanden ohne gültigen Aufenthaltstitel für das Zielland befördern dürfen und andernfalls Geldbußen zahlen müssen. Über diese Externalisierung von Grenzkontrollen hat uns Meike Riebau, Vorstandsmitglied der Refugee Law Clinic Berlin, beim ersten Treffen des Migrationsprogramms von Polis180 einen umfassenden Überblick verschaffen.

PROGRAMMLEITER*INNEN

Thore Hagemann

Thore Hagemann

Seit längerem beschäftigt sich Thore mit dem Thema Migration, vor allem mit  der Europäischen Migrationspolitik. Was ist die Logik hinter der Dublin Verordnung? Wo und wie werden Grenzen gezogen? Wer darf in die EU, wer nicht? Um Antworten auf diese Fragen zu finden gilt es sich mit Politiker*innen, Zivilgesellschaft, vor allem aber auch mit Migrant*innen darüber zu unterhalten. Bei POLIS180 verfolgt Thore das Ziel, Antworten auf genau diese Fragen zu finden. Sein Studium der Sozialwissenschaften in Köln, Maastricht, Toulouse und Berlin ist der Ausgangspunkt für sein Engagement. Mit Erfahrungen im humanitären NGO Sektor, in einem Ministerium sowie in der wissenschaftlichen Politikberatung bereichert er Polis180 außerdem mit praktischem “Know-How”. Und sollte es mit der Politik alles nicht so ganz funktionieren, hat Thore noch den “Plan-B” als DJ und Producer berühmt zu werden. Musik ist ja auch politisch…

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Du hast weitere Fragen zu Polis180 oder möchtest Dich bei uns engagieren? Dann kannst Du uns hier kontaktieren!

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© 2016 Polis180 e.V. | Grassroots-Thinktank für Außen- und Europapolitik

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